Pascal Ongossi Assamba

DIENSTADRESSE

Pascal Ongossi Assamba, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 108
07743 Jena
pascal.ongossi.assambauni-jena.de
Tel. +49 (0) 3641 9 44196

CURRICULUM VITAE

Pascal Ongossi Assamba (geb. 1979) studierte von 2000 bis 2005 Germanistik an der Universität von Yaoundé I. 2006 absolvierte er ein zweistufiges Diplom in Marketing und Firmenmanagement. Mit der „Licence“ (Bachelor) machte er mit einer zweistufigen Lehrer-Ausbildung für Gymnasien an der pädagogischen Hochschule von Yaoundé weiter. Seit 2009 ist er als Deutschlehrer in kamerunischen Gymnasien angestellt und ab 2017 Assistenzdozent an der Universität von Yaoundé I.
In der Abteilung „Afrikanische Literatur und Zivilisation“ der Universität von Yaoundé I verteidigte er 2010 eine Magisterarbeit und 2014 eine Masterarbeit, in denen er sich mit Fragen der Interkulturalität, Identitäten und Repräsentationen in der Postkolonialzeit beschäftigte. Seit Oktober 2018 ist er Kollegiat des Graduiertenkollegs „Modell Romantik“.

DISSERTATIONSPROJEKT

DEUTSCHE ROMANTIK – KOLONISATION – NATIONALBEWUSSTSEIN KAMERUNS

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage nach dem Einfluss und der Tragweite des Romantischen in der kulturellen Begegnung mit dem Anderen. Zu untersuchen, ist:

    • Wie das deutsche Romantische in Kamerun ankam und sich durchsetzte? Inwiefern können die ersten deutschen Ankommenden als Romantiker gelten und wie hat sich dies in ihrer Begegnung mit dem afrikanischen Land niedergeschlagen?
    • Welche Repräsentation des Tropischen und des Eigenen machten sich die Deutschen?
    • Wie wurde den Einheimischen der romantische Bezug auf die Natur, das Selbstbewusstsein, auf die deutsche Vergangenheit, die romantische Weltanschauung beigebracht, und wie nahmen sie diese Weltanschauung wahr?

Die Arbeit besteht darin, die deutsche Kolonialzeit in Kamerun, die sich von 1884 bis 1914 erstreckt, und die kulturellen Folgen der deutschen Präsenz in diesem tropischen Land zu untersuchen. Die erste Etappe der Analyse will sich auf die Arbeiten der „deutschen Entdecker“ und Erforscher des Landes beziehen. Diese Arbeiten, die viel mehr romantisch als wissenschaftlich klingen, können als Impuls für den deutschen Drang nach Afrika gelten. Die in der deutschen Romantik erzogenen Ankommenden bauten Schulen, Kirchen und eine koloniale Verwaltung, durch die den zu „zivilisierenden“ Einheimischen nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch das deutsche Wertsystem, die deutsche Kultur, die ersten Ideen der Nation beigebracht wurden. Interessant ist in dieser Hinsicht zu analysieren, wie das beigebrachte deutsche Romantische in die Gedanken, in die Philosophie und Literatur der von den Deutschen gebildeten Kameruner und deren Nachfolger ausstrahlt.

FORSCHUNGSINTERESSEN

Literatur deutscher Kolonialzeit; Postkoloniale Literatur; Neuere deutsche Literatur (18.Jhd – 20Jhd.); Theorien der kulturellen Identitäten, Begegnungen, Repräsentationen, Nationalbildungen; Auffassung von Literaturen als Erzählverfahren von Nationen und Nationskonstruktionen; Geschichtliche Gestaltung in der Literatur.