Monika Ludwig

monika_ludwig

Dienstadresse

Monika Ludwig, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 108
07743 Jena
monika.ludwiguni-jena.de
Tel. +49 (0) 3641 9 44196

Curriculum Vitae

Monika Ludwig (geb. 1988) absolvierte von 2009 bis 2012 ein Bachelorstudium in den Fächern Germanistik und Romanistik (Schwerpunkt: Spanisch) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ebenfalls an der FSU studierte sie von 2012 bis 2015 den Master „Literatur – Kunst – Kultur“ mit dem Schwerpunkt Germanistik und den Ergänzungsfächern Kunstgeschichte und Filmwissenschaft, Neuere Geschichte und Spanische Literaturwissenschaft. Während ihres Studiums arbeitete sie als Hilfskraft am Institut für Romanistik (Lehrstuhl für Spanische und Französische Literatur) und am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft (Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik). Seit Oktober 2015 ist sie Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Modell Romantik“.

Dissertationsprojekt

Das Ich am Abgrund: Gefährdete (Künstler-)Subjekte in Werken der ‚Schwarzen Romantik‘

Im Zuge soziokultureller Modernisierungsprozesse in Europa hat sich das Verständnis von Autonomie und Individualisierung Ende des 18. Jahrhunderts tiefgreifend verändert. Diese Entwicklung und ihre Folgen für das Ich werden intensiv in den theoretischen Schriften und literarischen Werken der zeitgenössischen Autoren thematisiert. So wird vor allem für die Romantiker das autonome Subjekt zu einer zentralen Größe im künstlerischen Schaffen. Dessen permanente Suche nach dem Absoluten und seine uneingeschränkte Freiheit in der Sphäre der Phantasie sind Anzeichen für die Entgrenzung von Kunst und Subjekt innerhalb des romantischen Diskurses. Was in der (Früh-)Romantik jedoch als eine Möglichkeit gesehen wird, sich ‚groß und ganz‘ zu fühlen, erfährt eine existentielle Umdeutung innerhalb der sogenannten ‚Schwarzen Romantik‘: Weder Realität noch Innenwelt bieten mehr Fixpunkte für die Ich-Identität, wodurch das (Künstler-)Subjekt ständig am geistigen Abgrund wandelt. Ein Hauptziel des Dissertationsvorhabens ist es deshalb, die mit Blick auf das Ich erkennbaren unterschiedlichen Darstellungsweisen des Gefährdungspotenzials aufzuzeigen und dessen ‚schwarzromantische‘ Funktionen zu diskutieren. Dafür ist es zunächst einmal notwendig, das Verständnis von ‚Schwarzer Romantik‘ an sich zu präzisieren, da in der bisherigen Forschung ein ausgesprochen uneinheitliches Bild von dieser existiert. Anhand exemplarischer Analysen zentraler deutschsprachiger Texte (unter anderem von Ludwig Tieck und E. T. A. Hoffmann) und in einem komparatistischen Vergleich mit Werken aus Frankreich sowie aus Spanien sollen anschließend Aussagen zur Variation und Reichweite des ‚Schwarzromantischen‘ innerhalb des europäischen Phänomens ‚Romantik‘ getroffen werden.

Forschungsinteressen

Gesellschaft im Aufbruch (seit dem 18. Jahrhundert), Literatur der Goethezeit (vor allem [Schwarze] Romantik), Kunst und Literatur der Klassischen Moderne, Kurz- und Kürzestprosa, Paratexte, Text-Bild-Relationen, Fantastik und (das) Groteske, Beziehungen zwischen der deutschen und spanischen Literatur

Vorträge

  • ‚La cruz del diablo‘ como expresión moderna de la tradición oral popular [Intensivprogramm: El pueblo y su voz en el espacio cultural europeo, Universität zu Köln, 20. Juli – 1. August 2012]