Annika Bartsch

annika_bartsch

Dienstadresse

Annika Bartsch, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 103
07743 Jena
annika.bartschuni-jena.de
Tel. +49 (0) 3641 9 44193

Curriculum Vitae

Annika Bartsch (geb. 1988) studierte von 2007 bis 2011 an der Universität Freiburg und an der Dalhousie University in Halifax, Kanada, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. An der Dalhousie University unterrichtete sie zwei Konversationskurse „Deutsch Mittelstufe“. Von 2011 bis 2014 absolvierte sie an der FSU Jena den Masterstudiengang Literatur – Kunst – Kultur mit dem Schwerpunkt Neuere Deutsche Literatur. Während ihres Studiums war sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur, in der Klassik Stiftung Weimar und im Ernst Klett Schulbuch Verlag in Leipzig tätig. Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung sowie in der Klassik Stiftung Weimar. Von 2008 bis 2014 wurde Annika Bartsch von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Für ihr Promotionsprojekt erhielt sie zunächst 2015 das Landesgraduiertenstipendium der FSU Jena. Seit Oktober 2015 ist sie Kollegiatin des GRK „Modell Romantik“.

Dissertationsprojekt

Modell ‚Romantik’ – Reaktualisierung in deutschsprachigen Romanen der Gegenwart

Die Romantik lässt sich anhand zahlreicher Beispiele als wichtiger Bezugspunkt gegenwärtiger Literatur und Kunst ausmachen. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, die Art und Weise dieser produktiven Rezeption in deutschsprachigen Romanen der letzten zwei Jahrzehnte zu analysieren sowie die Frage nach Bedeutung und Funktion der Reaktualisierung der Romantik für die jeweiligen Autoren oder eine mögliche Gruppierung von Autoren zu beantworten. Damit schließt die Arbeit eine Lücke in der Forschung, in der bislang eine geeignete Methodik, um Reaktualisierungsprozesse zu beschreiben, zu kontextualisieren und zu interpretieren, aussteht. Die Relevanz des Dissertationsvorhabens liegt in der methodischen Entwicklung eines Modells ‚Romantik‘, das dann als Referenzobjekt für die Untersuchung der ausgewählten Gegenwartsromane dient. Der Analyse der referierenden Texte geht daher eine methodologische Auseinandersetzung mit dem Modellbegriff und dem Status des Modells für die literaturwissenschaftliche Arbeit voraus. Es werden bislang wenig untersuchte Gegenwartstexte (Helmut Krausser: Thanatos (1996); Hans-Ulrich Treichel: Tristanakkord (2000); Felicitas Hoppe: Paradiese, Übersee (2003) sowie Wolfgang Herrndorf: Tschick (2010) und Diesseits des Van-Allen-Gürtels (2007)) gewählt und hinsichtlich ihrer spezifischen Form der Reaktualisierung des Modells ‚Romantik‘, damit verbundenen Erkenntnisansprüchen und Weltdeutungen sowie ihrer poetologischen Position analysiert.

Forschungsinteressen

Gegenwartsliteratur, Romantik, Modelltheorie

Publikationen

AUFSÄTZE

  • Zwei ‚Taugenichtse‘ im geklauten Lada. Zur produktiven Romantikrezeption bei Wolfgang Herrndorf, in: Standke, Jan (Hg.), Wolfgang Herrndorf lesen. Beiträge zur Didaktik der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, Trier, WVT 2016, S. 111-130.

REZENSIONEN

  • Rezension zu: Svenja Frank/Julia Ilgner (Hg.), Ehrliche Erfindungen. Felicitas Hoppe als Erzählerin zwischen Tradition und Transmoderne. Bielefeld 2017, in: PhiN 82 (2017), S. 50-54.

Vorträge

  • „Woher kommen wir, wo sind wir, wohin gehen wir?“ – Zur Reaktualisierung des Modells ‚Romantik‘ in Felicitas Hoppes ‚Paradiese, Übersee‘ [Colloquium of the Department of German Literature, Friedrich-Schiller-University Jena, 27. January 2016]